Schämt Euch! x Stoff aus Frankfurt

„Schämt Euch, ihr Sprayer!“

Mit diesen Worten titelte ein großes Käseblatt, als dieses Bild an der Autobahn auftauchte. Ein Blatt, dass weithin für seine Lügen bekannt ist, und wirklich keine Gelegenheit ausläßt, Menschen aufzuhetzen. Die Artikel, die zu diesem Bild veröffentlicht wurden, waren nicht nur voller Fehler, sondern vor allem: Voller Hass. Und sie hatten nur ein Ziel: Graffiti im Allgemeinen und Sprayer im Besonderen schlechtzureden.

Aber das hat natürlich nicht geklappt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir Frankfurter LIEBEN dieses Bild! Jedesmal, wenn man über die A661 in die Stadt fährt, oder aus ihr heraus, macht es uns stolz auf unsere geliebte Stadt und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht. Weil es die ganz eigene Frankfurter Haltung auf den Punkt bringt: Frankfurt is nothing to fuck with. So sind wir. Die ausgestreckten Mittelfinger richten sich an genau jene, die sich darüber aufregen. An alle, die unsere Stadt schlecht machen wollen. An alle, die Graffiti nur dann mögen, wenn es legal ist, und zahme Motive zeigt. Die Finger richten sich an Alle, die nicht verstehen, das Graffiti längst genauso zur Frankfurter Kultur zählt, wie Ebbelwoi und Handkäs. Und deswegen heisst dieses Shirt so, wie es heisst: Schämt Euch!

Dieses Shirt ist eine offizielle Collabo von Schämt Euch! und Stoff aus Frankfurt.

Fotografie und Film: Nicola Rehbein
Models: Jasmin und Pascal
Assistenz: Laura Ermel
Eine Studio Fatal Produktion
(c) Stoff aus Frankfurt 2015
All rights reserved.

 

To Create We Must Destroy – Vernissage @ The Lynx, Wyndham Grand

Nach über drei Monaten Arbeit, die von kurzen Nächten und langen Tagen geprägt waren, war es am Donnerstag abend endlich soweit. Im Rahmen der URBAN EXPERIENCE, der Veranstaltung des Wyndham Grand Hotels zur Bahnhofsviertelnacht am 20. August 2015, fand To Create We Must Destroy statt – unsere erste Gruppenausstellung zur Bahnhofsviertelnacht @ THE LYNX, der stylishen Hotelbar des Wyndham Grand Hotels in der Wilhelm-Leuschner-Strasse 34 in Frankfurt am Main.

Wer bei „Hotelbar“ jetzt an schummriges Licht und schweres Polster statt an eine Kunstausstellung denken sollte, liegt allerdings ganz falsch. Die Location ist in Wahrheit wie gemacht für Kunst.

Großartige Innenarchitektur, feinstes Interieur Design, geschmackvolle Designs und vor allem: nackte Betonsäulen. Gut, dass mit den nackten Betonsäulen hat sich mittlerweile gründlich geändert – und doch scheint es, als hätten die Säulen nur darauf gewartet, als Setting für unsere Arbeiten zu dienen.

DEJAN ANDRIC • POP YOUR COLOUR • DORIAN DIEFENBACH • FUEGO FATAL • THOMAS GESSNER • BABSI GRÄWE • MICHAEL HAZKIAHU • TOE ONE • NICOLA REHBEIN • MAC SULLIVAN – Zehn Frankfurter Künstler aus den Bereichen FOTOGRAFIE // GRAFFITI // ILLUSTRATION und MALEREI zeigen bis zum 3. September 2015 hier ihre Arbeiten.

DJ KITSUNE hat uns mit seinem Hammer Marathon-Set den Score für diesen unvergleichlichen Tag (und die Nacht!) geliefert. Graffiti Live-Performances von BABSI GRÄWE, BOMBER, MAC SULLIVAN und FUEGO FATAL vor Publikum auf der großzügigen Terrasse statt, wo das Team des Hotels mit frisch gegrillten Burgern und leckeren Drinks für das leibliche Wohl sorgten.

Kurz gesagt: Ihr habt ganz schön was verpasst, wenn ihr nicht da wart.

Vielen Dank an Alle, die mit uns gefeiert haben. Jeden Einzelnen. Mit eurem Besuch habt ihr das erst zu einem unvergesslichen Tag gemacht. Ein spezieller Dank an Gisbert Kern, dem General Manager des Wyndham Grand, an Matthias Tepel, Director of Sales, Danke an Samia <3 und jeden einzelnen Mitarbeiter des Hauses, sowie die Künstler, die überall mit angepackt haben: Wie Ihr das alle gerockt habt … Wahnsinn! Das war wirklich Five Star Level. Respekt! Der letzte Shout-Out muss an Jozef „Hardest Working Man“ Marzinak gehen, der in aller Seelenruhe trotz schweißtreibender Arbeit für uns die Bilder gehängt hat. Danke an euch alle.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 3. September 2015. Das Hotel ist durchgehend geöffnet.
Termine für Führungen mit dem Kurator Jorge Labraña aka Fuego Fatal geben wir Anfang der Woche bekannt. Presseanfragen bitte an: info@stoffausfrankfurt.de

Die Finissage findet am 3. September statt. Details werden demnächst bekanntgegeben.

Alle Fotos (c) NICOLA REHBEIN PHOTOGRAPHY

Introducing: DORIAN DIEFENBACH

DORIAN DIEFENBACH fotografiert von NICOLA REHBEIN

DORIAN DIEFENBACH, fotografiert von NICOLA REHBEIN

Der Siebte Künstler unserer Ausstellung ist DORIAN DIEFENBACH.
Ein Fotokünstler, der in den letzten Jahren sehr intensiv an seinem Stil gearbeitet hat, und eine Bildsprache entwickelt hat, die er in seiner Serie „Frankfurt Noir“ erstmals bei unserer Ausstellung zeigt.

DIEFENBACHs Fotografien Frankfurter Architektur wirken auf den ersten Blick unwirklich, aber sie sind keineswegs am Rechner komponiert, sondern genauso aufgenommen worden. Hier und da nimmt er etwas weg, aber er addiert nie etwas dazu, Die Ansichten, die er dabei zeigt, sind weit weg von den üblichen Perspektiven, die man von Frankfurt kennt. Die Gebäude wirken wie skulpturiert, sein Spiel mit Licht und Schatten ist detailreich und ungesehen.

Für To Create We Must Destroy hat er seine persönlichen vier Highlights aus der Serie gewählt.

Hier geht’s zur Facebook Veranstaltung

DORIAN DIEFENBACH

DORIAN DIEFENBACH

 

Introducing: Mac Sullivan

MacSullivan_web

MAC SULLIVAN

MacSullivan ist Illustrator und Graffitiwriter. Vielleicht kennt ihr ihn von unserer ersten Collabo, dem Heart Of The City Shirt. Er lebt und arbeitet in 
unserer schönen Stadt am Main. Und das ist verdammt gut so. Seine Kunst bereichert die Rhein-Main Szene schon seit 
vielen Jahren, und es gibt nicht viele, die ähnlich vielseitig und anspruchsvoll arbeiten wie er. Auf Genres will er sich nicht festlegen lassen – genausowenig wie auf Materialien, Untergründe oder Motivwelten. Sein einzigarter Stil ist detailreich, seine Bilder voller Ebenen, die es zu entschlüsseln gilt, bevor sich ihre gesamte Wucht entfalten kann.

Für die Ausstellung hat er großformatige Illustrationen entworfen, die das Thema To Create We Must Destroy reflektieren und das gewaltige Potential des Künstlers offenbaren.

Die Ausstellung wird noch bis zum 3. September im Wyndham Grand Hotel Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Strasse 34 gezeigt. Die Finissage findet ab 19h dort statt.

MAC SULLIVAN

MAC SULLIVAN

Introducing: MICHAEL HAZKIAHU

MICHAEL HAZKIAHU. Fotografiert von Marc Wittenborn

MICHAEL HAZKIAHU. Fotografiert von Marc Wittenborn

Heute stellen wir euch den sechsten von zehn Künstlern unserer Ausstellung vor. MICHAEL HAZKIAHU. Der Mann, der u.a. seit Stunde Null für das gestalterische Erscheinungsbild STOFF AUS FRANKFURTs verantwortlich ist. TYPESCRAPER, ROSEMARIE, FRANKFURTER KREUZ – alles von ihm. Und das meiste andere: auch. Er hat aber generell in den letzten 20 Jahren so einiges an gestalterischen Spuren in der Stadt hinterlassen. Hunderte von Logos, Illustrationen, Werbekampagnen und vieles mehr. Allein statistisch betrachtet kennt man so einiges, was dieser Vollblutkreative bereits geschaffen hat. Kein Wunder, dass er „your favourites‘ creatives‘ favourite creative“ ist.

Zentrales Thema seiner Arbeiten für To Create We Must Destroy ist die De- und Rekonstruktion der Frankfurter Architektur in Radiolarien, die auch als Strahlentierchen bekannt sind. In seinen großformatigen Collagen schaut HAZKIAHU sozusagen mit dem Elektronenmikroskop auf das große architektonische Ganze Frankfurts, und verwandelt die betrachteten Objekte in an Einzeller erinnernde, organische Strukturen.

Introducing: POP YOUR COLOUR aka PYC

POP YOUR COLOUR

POP YOUR COLOUR

POP YOUR COLOUR aka PYC ist der nächste Artist, den wir euch vorstellen möchten. Obwohl wir das nicht wirklich müssten. Seine charakteristischen Figuren und stilisierten Häuser sind so eigenständig, dass man sie nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Umso schöner ist es, wenn man ihnen überraschenderweise in den Häuserschluchten Frankfurts begegnet. Jeder, der uns ein wenig verfolgt, kennt seine Arbeiten von unseren zahlreichen Kollaborationen, die wir seit Tag Eins unseres Bestehens pflegen.

Hauptsächlich mit Markern brettert PYC konsequent seine Styles auf allerlei Untergründe, die ihm in die Quere kommen. Seine Styles fliessen mit viel Liebe zum Detail durch den groben Filz und hinterlasssen mit Tusche getaggte Characters, Szenerien und Landschaften, an denen man sich kaum satt sehen kann.

Für To Create We Must Destroy hat er großformatige Szenen seiner ganz eigenen illustrativen Architektur geschaffen, in denen es von seinen ebenso charmanten wie skurrilen Figuren nur so wimmelt.

Hier geht’s direkt zum Facebook Event

PYC

PYC

Introducing: DEJAN ANDRIC

DEJAN ANDRIC

DEJAN ANDRIC

Der nächste Künstler, den wir euch heute vorstellen möchten, ist DEJAN ANDRIC.
Der auf CGI und Motion Graphics spezialisierte Visual Artist aus Frankfurt ist leidenschaftlicher Fotograf. Auch wenn er sich selbst so nicht nennen würde. Das ändert allerdings nichts an seiner gewaltigen Bildsprache, und Motiven, die voller Subtilität und kleinen Geheimnissen stecken.

Für To Create We Must Destroy verarbeitet der gebürtige Frankfurter Eindrücke seiner ersten Reise seit 1995 nach Belgrad und Smed. Palanka in Serbien, der Heimat seines Vaters. Seine Bilder dokumentieren die klaffende Diskrepanz zwischen Erinnerung und Wirklichkeit, und geben Einblicke in einen Alltag, der von realer Zerstörung geprägt ist.

Hier geht’s zur Facebook Eventseite.

DEJAN ANDRIC

DEJAN ANDRIC

Introducing TOE ONE

TOE ONE

TOE ONE

Graffiti, Skateboarding, und Sneakers: TOE ONE ist im positiven Sinne im Dreieck seiner drei großen Leidenschaften gefangen. Stark vom originalen Stylewriting geprägt, entwickelt der Frankfurter konstant seine Letters weiter. Für seine perfektionistischen Arbeiten berüchtigt, mischt er nicht nur gern Styles und Farben, sondern nutzt auch gern ungewöhnliche Untergründe für seine Arbeiten. Als Mitglied der Frankfurter DBL Crew ist er weit über die nationalen Grenzen für seinen technical Wildstyle bekannt: Er hat bereits Spuren in Thailand, Südafrika und Portugal hinterlassen.

Für „To Create We Must Destroy“ hat er seine Leidenschaften miteinander vermischt und sie auf seine Werke übertragen.

Hier geht’s zur Facebook Eventseite.

Eye-Board

Introducing: THOMAS GESSNER aka hoodlens

Thomas Gessner aka hoodlens

Thomas Gessner aka hoodlens


Der zweite Künstler, den wir euch heute vorstellen wollen,  ist Thomas Gessner – aka „hoodlens“ – ein waschechter Frankfurter Bubb. Seit über 25 Jahren ist er als Kreativer für renommierte internationale Kunden in der Welt unterwegs, um Film- und Fotoprojekte zu realisieren. Und auch zuhause – in seiner „hood“ – widmet er sich mit Passion der Fotografie. Bevorzugte Motive im Fokus seiner Linsen sind dabei einzigartige Frankfurter Momente mit unkonventionellem und expressivem Charakter. Mit dem Auge für das perfekte Bild eines unwiderbringlichen Augenblicks.

Bei TO CREATE WE MUST DESTROY präsentiert Thomas Gessner seine aktuelle Bildreihe, die den jüngsten Niedergang bekannter Frankfurter Kultstätten dokumentiert.

BOOOM!

BOOOM!

Introducing BABSI GRÄWE

BABSI GRÄWE

BABSI GRÄWE

Als erste Künstlerin unserer Ausstellung möchten wir euch BABSI GRÄWE aka SARE vorstellen. Unter Connaisseurs der Graffiti- und Streetart Szene ist sie schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern feste Konstante an der Hall of Fame und im öffentlichen Raum. Ihre großformatigen – meist fotorealistichen – Arbeiten entstehen überwiegend mit der Sprühdose, wirken aber eher wie klassische Malerei. Überhaupt schert sich die Künstlerin um Kategorien wenig. Ihre abstrakten, oft surrealen Szenen und Elemente sind durchdringend, ihre Präzision bestechend.

Bei TO CREATE WE MUST DESTROY zeigt sie aktuelle Arbeiten mit überraschenden Twists im Kontext. BABSI GRÄWE wird außerdem ab 16h live auf der Terrasse des THE LYNX malen.

Die gebürtige Freiburgerin lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Hier geht’s zur Facebook Veranstaltung

BABSI GRÄWE

BABSI GRÄWE